Am 26. Tag im Hornung a.U. 124, es war ein Samstag, haben rund 200 Sassen aus über 30 Reychen unter Leitung des Mutterreychs Turicensis in der Festburg des Hotels Zentrum Töss das damalige Feldlager Vitudurum zur Coloney erhoben und damit dem Uhu in der Stadt Winterthur einen, vom Allschlaraffenrat sanktionierten Hort geschenkt.
Begonnen hatten die Bestrebungen einiger Turicenser Sassen schon rund 5 Jahrungen vorher. Ritter Skizzian, ehemaliger langjähriger Junkermeister der Turicensis, hatte sich mit dem damaligen Oberschlaraffat seines Reychs überworfen, scharte einige Gleichgesinnte um sich und gründete im Schloss Wülflingen zu Winterthur ein Feldlager, das jedoch aufgrund seines oppositionellen Charakters, aber auch aufgrund der Tatsache, dass die damaligen, entscheidenden Turicenser Sassen mit Wohnsitz in der Region Winterthur nicht bereit waren, mitzumachen, nie anerkannt wurde.
Um einen Ausweg aus der keine Zukunft versprechenden Situation zu finden, versammelte Grossfürst Päng a.U. 118 die Winterthurer Sassen der Turicensis zu einer Krystalline, welcher später weitere Zusammenkünfte folgten. Es waren dies die Ritter Primas, Tellson und der damalige Junker Charles. Erst der Ahallaritt von Rt. Skizzian besiegelte das Ende des damaligen Feldlagers und dem von Rt. Päng initiierten Stammtisch schlossen sich in der Folge auch die Ritter Casabasso, Sanuk und der damalige Feldjunker Hansjörg an. Dazu kamen aus der Turicensis die Knappen 416 (heute Rt. Floribus) und 417 (heute Rt. Froh-Lok) und die Pilger Schai (Rt. Moneto) und Widmer (Rt. Borg). Dazu stiess auch der aus der Don Quijote zurückgekehrte Rt. Lynx.
Im Spätherbst a.U. 121 erteilte sodann der hohe Allschlaraffenrat auf Antrag der Turicensis und des Helvetischen Schlaraffenrates die Bewilligung zur Feldlagergründung. Rt. Päng's Urknall, wie wir die eigentliche Gründungsfeier nennen wollen, fand am 4. d. Eismonds a.U. 122 in sehr gediegenem Rahmen im Barockhäuschen im Winterthurer Stadtgarten statt. Wer dabei war erinnert sich noch heute gern an dieses Fest, das symbolträchtig von UHU auf meteorologisch einmalige Art, mit Schneefall, Hagel, Blitz und Donner begleitet wurde.
Vorerst sippte das kleine Feldlager noch im Restaurant Brühleck in der Nähe des bekannten SULZER-Hochhauses unter Leitung der Feldoberen Rt. Casabasso und Piz-Arch, mit dem Kantzellaren Rt. Päng und dem Marschallen Rt. Sanuk. Als Schatzmeister fungierte der Jk. Werner und als Ceremonienmeister der Jk. Hansjörg.
Die der Gründung folgende Sommerung durfte dann in der Folge eines glücklichen Zufalls dem Bau der Löwenburg am Tannenberg gewidmet werden. 16 Sassen erbrachten gemeinsam knapp 2000 Fronstunden bis die Burg in ihrer heutigen Form pünktlich zum Winterungsbeginn 122/123 erstrahlte.
In dieser Winterung erhöhte sich die Sassenzahl auf 24 sodass sich die Mutter Turicensis bestärkt fühlte, der Helvetischen Tagsatzung und dem Allschlaraffenrat den Gründungsantrag zu stellen. Die damals formell noch der Turicensis zugehörigen Junker Kurt, Werner und Hansjörg wurden noch rechtzeitig vor der Coloneygründung durch die Turicensis zu Rittern geschlagen.
Die zweijährige Bewährungszeit als Coloney zeigte sehr bald, dass hier in Winterthur dem UHU ein stattlicher Horst wuchs, sodass nach der vorgeschrieben Coloneyzeit von zwei Jahrungen im Hornung a.U. 126 die glanzvolle Reychssanktionierung in der Festburg des Hotels Römertor in Oberwinterthur, mit wiederum rund 200 Gastrecken celebriert werden durfte.
Begleitet wurde die gesamte Zeit des Feldlagers und der Coloney von den wackeren drei Turicenser Musketieren Balz, Hungaricus und Pfifferling. Aber auch die ehrenwerten Ritter Memphisto, Ziehn-zahn-o, Toi-Toi und Raetus standen dem jungen Schlaraffenhort immer wieder mit Rat und Tat zur Seite. Doch auch sie konnten nicht verhindern, dass dem etwas gar schnellen Wachstum Tribut gezollt werden musste. Eine ganze Anzahl Sassen aus der der Gründung nachfolgenden Zeit haben bedauernswerterweise unseren Bund wieder verlassen und rund 15 Jahrungen nach der Gründung erschütterte eine währschafte Krise unser Reych, welche gar dazu führte, dass die Vitudurum auf den ihr eigentlich zustehenden Vorsitz im Helvetischen Schlaraffenrat verzichten musste.
Heute aber erstrahlt die Vitudurum in ihrem schönsten Glanz und wir dürfen mit Stolz und Freude auf wunderschöne Erlebnisse zurückblicken. Da wäre vorerst die glanzvolle Reychsfehde gegen die hohe Barcinonensia, welche wir im Lenzmond a.U. 127 in der Heylbronnen mit grossem Erfolg bestehen durften, die würdevolle Überreichung des AHA-Ordens durch den hohen Allschlaraffenrat a.U. 139 im alten Stadthaussaal oder die vielen wunderschönen Schlossherrensippungen, die unsere Burg jeweils fast zum Bersten brachten. Mit vielen Reychen durften und dürfen wir eine schöne und tiefe Freundschaft pflegen. Was uns aber mit ganz besonderer Freude erfüllt, sind die unzähligen Gastrecken und Freunde, die immer wieder den Weg zu uns in die Löwenburg finden. Sie sind der Stolz und das Markenzeichen der Vitudurum. Ihnen sind wir zu ganz besonderem Dank verpflichtet.
Graf Logo-viel der Spiegelfechter, J
gefechst anlässlich des 20. Jahrestages der Vitudurum
am 26. d. Hornung a.U. 144